Synonyme



a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z

armenisch arabisch chinesisch finnisch hindi griechisch

französisch indonesisch italienisch japanisch polnisch portugiesisch

spanisch schwedisch russisch rumänisch thailändisch türkisch

tamil tagalog telugu tschechisch urdu walisisch

xhosa yoruba zulu





Öfter mal was Anderes - Synonyme sorgen für Abwechslung


Die meisten Menschen haben während ihrer Schulzeit im Deutschunterricht vermutlich schon einmal davon gehört. Doch was sind eigentlich Synonyme?
Vielen ist nämlich nicht klar, was es mit Synonymen auf sich hat und welchen Zweck sie in der Sprache erfüllen. Mit dem Begriff 'Synonym' beschreibt der Linguist Wörter, die von ihrer Bedeutung eng miteinander verwandt oder sogar deckungsgleich sind. Dies bezieht sich nicht allein auf das geschriebene Wort, sondern kann überdies Zahlen oder grafische Zeichen mit einbeziehen. Für bestimmte Wörter gibt es nur ein Synonym, für andere können es deutlich mehr sein. Die Aussage eines Satzes wird durch die Verwendung eines Synonyms weder abgewandelt noch verfälscht. Diese Tatsache ist für Synonyme entscheidend und ein charakteristisches Merkmal für diese Wortgruppe. Gegensätzliche Wortpaare heißen Antonyme. Sie bilden das Gegenstück zu den Synonymen. Ein Homonym wiederum ist ein Wort mit mehr als einer Bedeutung.

Synonyme begegnen uns im Alltag immer wieder. Sie können im Satzgefüge als Substantiv, Verb oder Adjektiv auftreten. In manchen Fällen werden sie absichtlich angewandt, was neben Unterhaltungen vor allem auf den Schriftverkehr zutrifft. Bei Kreuzworträtseln sind Synonyme für die Lösung erforderlich. Es ist zudem nicht ungewöhnlich, dass man ein Synonym auf den ersten Blick gar nicht als ein solches erkennt oder unbewusst in den eigenen Sprachgebrauch einfließen lässt. Dies gilt in erster Linie für Wörter aus anderen Sprachen oder Dialekten.

Warum und bei welcher Gelegenheit werden Synonyme verwendet?

Sowohl die gesprochene als auch die geschriebene Sprache ist seit jeher einem ständigen Wandel unterworfen. Der jeweilige Zeitgeist, politische Einflüsse, gesellschaftliche Entwicklungen und vieles mehr finden auch ihren Niederschlag in der verwendeten Sprache. Technischer Fortschritt, Entdeckungen der Wissenschaft und Einflüsse durch Mode und Trends lassen neue Wörter entstehen, die es zuvor im Sprachgebrauch nicht gegeben hat. Die Globalisierung und Digitalisierung des täglichen Lebens, Einflüsse aus anderen Sprachen, Kulturen und sozialen Szenen führen ebenfalls dazu, dass sich Sprache mit den Jahren weiterentwickelt.
Eine Vielzahl von Begriffen fand im Laufe der Zeit auf diese Weise nicht nur ins Deutsche Einzug. Dabei wurden bereits vorhandene Redewendungen nicht abgeschafft, sondern um ähnliche 'Wortschöpfungen' erweitert. Beispielsweise haben mittlerweile Wörter einen festen Platz im Deutschen, die bis vor einigen Jahrzehnten hierzulande noch vollkommen fremd waren. Ein Synonym kann daher ein Modewort sein und unsere Sprache bereichern, dann ordnet der Sprachwissenschaftler es als Neologismus ein.
Gleichzeitig verschwinden im Zuge dieser Veränderungen der täglichen Sprache auch Begriffe, weil sie entweder aus der Mode kommen, von jüngeren Generationen nicht mehr verstanden werden oder schlichtweg nicht mehr gebraucht werden. Aus diesem Grund tragen Synonyme zur sprachlichen Vielfalt und zu einem abwechslungsreichen Vokabular bei.

In geschriebenen Texten wendet der Verfasser Synonyme an, um den Lesefluss aufzulockern und um seine sprachliche Expertise vorzuweisen. Das ständige Wiederholen desselben Begriffs wirkt beim Lesen oftmals monoton. Wird auf den Begriff mithilfe von entsprechenden Synonymen Bezug genommen, wird dies als sprachlich versierter empfunden. Zu diesem Zweck sollten möglichst eng verwandte Synonyme verwendet werden, damit die Aussage des Textes erhalten bleibt.

Nicht alle Synonyme sind ausnahmslos in jeder Situation passend. Ihre Verwendung unterliegt gesellschaftlichen oder sozio-kulturellen Faktoren. Ein Teil der uns bekannten Synonyme eignet sich bei jeder Gelegenheit, ihr Gebrauch ist generell angemessen. Andere sind formalen Kontexten vorbehalten, die dritte Gruppe beschränkt sich ausschließlich auf den informellen Gebrauch im privaten Bereich. Bedient sich der Sprecher im ungezwungenen Umfeld besonders gehobenen Synonymen, wirkt dies auf die Zuhörer vermutlich ungewöhnlich oder altmodisch. Die Benutzung eines sehr umgangssprachlichen Synonyms im offiziellen Rahmen wird hingegen nicht nur als unangebracht wahrgenommen, im schlimmsten Fall werden dabei sogar gesellschaftliche Normen verletzt. Daher ist das Verwenden eines vulgär konnotierten Synonyms außerhalb des Privaten folgenreicher als eine unnötig förmliche Ausdruckweise im privaten Kreis.

Die Synonyme lassen sich in unterschiedliche Kategorien einordnen, die im Folgenden dargestellt werden sollen.

Synonyme mit derselben Bedeutung:

Für Begriffe dieser Gattung wird auch die Bezeichnung 'strikte Synonyme' verwendet. Ein weiterer linguistischer Begriff für diese Gleichheit lautet 'Vollsynonymie'. Synonyme dieser Art meinen unabhängig vom jeweiligen Kontext, in dem sie verwendet werden, stets dasselbe.
Beispiele für strikte Synonyme:
'Keks' anstelle von 'Plätzchen',
'Abendrobe' anstelle von 'Abendkleid',
'Speise' anstelle von 'Mahlzeit',
'krank' anstelle von 'unpässlich',
'lenken' anstelle von 'steuern'.
Die Bedeutungen der Wortpaare decken sich und gelten daher als Vollsynonyme.

Im Gegensatz dazu wird ein Wort, das in unterschiedlichen Zusammenhängen trotz gleicher Schreibweise eine teils völlig unterschiedliche Bedeutung hat, Homonym genannt. Ein Beispiel dafür ist das Wort 'Himmel'. Es meint zum Einen im wissenschaftlichen Sinn den kosmischen Himmel, also die Atmosphäre über der Erde, zum Anderen im religiösen Kontext den Sitz Gottes.
Ein 'Ball' kann sowohl ein Spielzeug als auch eine festliche Tanzveranstaltung sein. Das 'Schloss' dient einerseits dem Verschließen eines Tores, kann aber auch der Wohnsitz eines Adligen sein.

Synonyme mit einer ähnlichen Bedeutung:

Solche Synonyme eignen sich zur Paraphrasierung, das heißt zur Umschreibung oder Wiederholung mit anderen Worten. Von der Bedeutung her sind die Begriffe nicht so unmittelbar miteinander verwandt wie strikte Synonyme, aber immerhin noch eng genug, um sich gegenseitig ersetzen zu können, ohne den Sinnzusammenhang zu verfälschen. Die sprachwissenschaftliche Bezeichnung für diese Wortgruppe heißt 'Teilsynonymie'. Sie werden häufig in der Umgangssprache angewandt.
Beispiele für Synonyme mit ähnlicher Bedeutung:
'Tasche' anstatt 'Beutel',
'Kuchen' anstatt 'Torte',
'Anstecknadel' anstatt 'Brosche',
'flapsig' anstatt 'frech',
'freigebig' anstatt 'verschwenderisch'.
Diese Synonyme sind nicht so deckungsgleich wie Vollsynonyme, aber zueinander noch ähnlich genug.

Antonyme oder Oppositionswörter:

Die Gruppe der Antonyme ist das Gegenstück zu den Synonymen. Sie beschreiben die gegenteilige Bedeutung von Eigenschaften, Merkmalen oder Handlungen. 'Groß' bildet das Antonym zu 'klein', während 'dick' der Gegensatz zu 'dünn' ist. 'Kommen' stellt das Antonym zum Verb 'gehen' dar. Und der 'Kunde' ist das Gegenstück zum 'Verkäufer'.

Regionale Synonyme:

Synonyme, welche nur in bestimmten Regionen bekannt und verbreitet sind, werden auch als Regiolekte bezeichnet. Ihre Entstehung ist von örtlichen Dialekten oder Redewendungen geprägt. Regiolekte haben ihren Ursprung häufig schon in langjähriger Überlieferung. Die sprachliche Verwendung solcher Synonyme ist zumeist informell. Einige von ihnen wurden ursprünglich nur in einer begrenzten Region gesprochen, sind aber im Zuge der Sprachentwicklung später auch in die Hochsprache eingeflossen. Solche Begriffe sind nicht auf den ersten Blick als Synonyme ersichtlich. Sie werden dann auch außerhalb ihrer Ursprungsregion benutzt und verstanden.
Beispiele für regionale Synonyme:
Das aus dem norddeutschen Sprachraum stammende Wort 'sabbeln' kann als Umschreibung für 'viel reden' verwendet werden, der 'Kiez' ist mehr nur in Berlin ein Synonym für ein Szene- oder Vergnügungsviertel.
Die Berliner Bezeichnung 'Schrippe' steht für ein 'Brötchen', welches wiederum im Hamburger Raum 'Rundstück' und im bayrischen Dialekt 'Semmel' genannt wird und das schwäbische 'Schleck' meint dasselbe wie die hochdeutschen 'Süßigkeiten'.
Schließlich ist der ursprünglich aus den ostdeutschen Bundesländern stammende Begriff 'Goldbroiler' mittlerweile so sehr im hochdeutschen Sprachgebrauch angekommen, dass man auch im Ruhrgebiet weiß, dass damit ein 'Brathähnchen' gemeint ist.

Im österreichischen Deutsch finden sich gerade im kulinarischen Bereich zahlreiche Begriffe, die im ersten Moment Synonyme zum deutschen Hochdeutsch zu sein scheinen, im Grunde aber schon ein eigenständiges Vokabular darstellen. Als Beispiele hierfür könnten 'Schlagobers' statt 'Schlagsahne' oder 'Weichseln' anstelle von 'Sauerkirschen' sein.
Solche Bezeichnungen werden im Alltag fast ausschließlich in Österreich gebraucht und nur zum Teil außerhalb der Landesgrenzen verstanden.

Synonyme aus anderen Sprachen:

Neben der deutschen beeinflussen auch fremde Sprachen die Vielfalt der Synonyme. Fremdsprachliche Lehnwörter werden in der Regel direkt übernommen. Sie gehören zur Kategorie der Neologismen und umfassen unter Anderem lateinische, altgriechische und seit dem modernen Zeitalter auch Synonyme englischer Herkunft (Anglizismen). In der alltäglichen Verwendung erscheinen sie in leicht abgewandelter schriftlicher Form oder haben ihre Schreibweise beibehalten.
Beispiele für solche fremdsprachlichen Synonyme sind die italienische 'Pasta' als Synonym für 'Nudeln', das französische 'Dessert' als anderes Wort für eine 'Nachspeise' und der englische 'Store' anstelle des deutschen 'Ladens'.
Und der deutsche Reisende geht heute oftmals nicht mehr an den 'Schalter' und erwirbt eine 'Fahrkarte', sondern reiht sich vor dem 'Counter' ein und verlangt ein 'Ticket'.

Auch Lehnwörter aus alten, nicht mehr verwendeten Sprachen haben es dennoch in die heute gebräuchliche Alltagssprache geschafft. Wörter lateinischen Ursprungs werden auch heute noch häufig im religiösen Bereich verwendet, wie zum Beispiel die 'Hostie' als Bezeichnung der 'Oblate' oder das 'Kruzifix' anstelle von 'Kreuz'. Die Medizin kommt ohne lateinische und griechische Fachbegriffe auch heute nicht aus. Wer macht sich schon Gedanken darüber, dass die 'Gynäkologie' nichts anderes ist als 'Frauenheilkunde', der 'Radiologe' ein 'Röntgenarzt' ist und die 'Injektion', also die Spritze, aus dem Lateinischen herrührt?

Im deutschen Sprachgebrauch ganz selbstverständliche Wörter haben ihren Ursprung sogar im Jiddischen, dessen linguistische Verwandtschaft mit dem Deutschen oft gar nicht so bekannt ist. 'Schleppen' für 'schwer tragen' entstammt dem jiddischen Wort 'Schlep', was 'eine große Mühe' beschreibt. Der Arbeiter 'malocht' in seinem Beruf, ohne zu ahnen, dass 'Maloche' auf das hebräische Wort 'melacha' zurückgeht. Und von zu viel Arbeit wird man manchmal auch ganz jiddisch 'meschugge', also 'wahnsinnig' oder 'verrückt'.

Synonyme aus Szene- und Jugendsprachen:

Mit diesen Synonymen wird die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Szene oder Altersklasse demonstriert. Sie sind stark von englischen Begriffen beziehungsweise von verschiedenen Szenerichtungen geprägt. Solche Synonyme sind jetzt allerdings weniger in der allgemeinen Umgangssprache vertreten, sondern beschränken sich auf einen relativ begrenzten Kreis von Nutzern. Nebenbei bemerkt gäbe es für diesen Nutzer auch das englische Synonym 'User'.
Außerhalb dieses Nutzerkreises werden solche Begriffe meistens falsch oder gar nicht verstanden. Auch ihr Ursprung ist häufig unklar. Unstrittig dürfte in diesem Zusammenhang der Einfluss einschlägiger Vorabendserien im Fernsehen sein, die sich speziell an ein sehr junges Publikum richten und als 'Trendsetter' (Synonym für 'Wegbereiter') für neue Wortkreationen wirken, die in das Vokabular bestimmter Zuschauergruppen übernommen werden.

Beispiele für Synonyme aus der Jugendsprache:


Früher ging man zu einem 'Treffen mit einem Freund', heute veranstaltet man einen 'Bro-Tag' mit seinem 'Homie', eben dem besten Freund oder der 'Bestie', der besten Freundin. So ein Treffen kann dann schon mal 'voll fett' oder 'endgeil' werden, was nichts anderes bedeutet als dass das Treffen 'schön' war.
Die 'scharfe Torte' meint nicht unbedingt ein pikant gewürztes Gebäckstück, sondern manchmal auch eine besonders hübsche Frau.
Der 'Lauch' kann ein Gemüse sein, das anderenorts auch Porree genannt wird, meint aber eventuell auch einen schlaksigen, dünnen Mann.
Und der 'Appler' ist nicht etwa der englische Obsthändler vom Wochenmarkt, sondern jemand, der mit einem Computer der besagten Marke angibt.
Um einander bei solchen Wortschöpfungen zu verstehen, ist es also zwingend erforderlich, dass Sprecher und Empfänger der Nachricht die gleiche (Szene-)Sprache sprechen.

Euphemische Synonyme:

Unter Euphemismen versteht man beschönigend umschreibende Synonyme (vom griechischen 'ευ' - 'gut' oder 'schön'). Ihr verbaler oder schriftlicher Gebrauch ist sehr situationsabhängig, gerade im formellen Rahmen begegnet man euphemischen Synonymen. Sie werden benutzt, um einen negativ konnotierten Begriff zu umschreiben. Die Aussage soll ohne Verwendung eines solchen Begriffs dennoch verstanden und vom Empfänger richtig eingeordnet werden. Zu diesem Zweck wird das als unangenehm empfundene Wort durch ein Synonym ersetzt. Derartige Synonyme spielen im politisch korrekten Umgang eine wichtige Rolle.
Beispiele für euphemische Synonyme:
'In die ewigen Freuden heimkehren' anstelle von 'sterben' oder 'seelisch benachteiligt' statt 'psychisch krank' oder politisch unkorrekt 'behindert'. In beiden Beispielen bleibt der Gehalt des Wortes bestehen, die Formulierung wurde aber verändert, um die Aussage weniger drastisch wirken zu lassen oder sich korrekt auszudrücken.

Ein euphemisches Synonym erscheint nicht immer in Verbindung mit unangenehmen Begriffen. Es kann die Bedeutung eines Wortes auch positiv hervorheben. Sie klingen oftmals altmodisch und förmlich, wie zum Beispiel das Synonym 'Unbeflecktheit' statt 'Jungfräulichkeit' oder die 'Gnadenmutter' anstelle der 'Jungfrau Maria'.

Dysphemische Synonyme:

Sie bilden das Gegenstück zu den Euphemismen, meistens erscheinen sie im gesprochenen Wort. Auf politische Korrektheit wird beim Gebrauch solcher Synonyme kein Wert mehr gelegt. Sie gelten als vulgär und werden im formellen Rahmen gesellschaftlich nicht akzeptiert. Zudem haben dysphemische Synonyme vielfach eine abwertende, mitunter auch beleidigende und herabwürdigende Wirkung.
Beispiele für dysphemische Synonyme:
'Saufen' anstelle von 'Alkohol trinken',
'rotzevoll' statt 'betrunken'
'kotzen' anstelle von 'sich übergeben',
'Asi' anstelle von 'sozial schwache Person',
'Kanake' statt 'ausländischer Mitbürger'.

Stilistische Synonyme:

Diese bildungssprachlichen Synonyme werden in Wort und Schrift angewandt. Sie lassen auf den Intellekt beziehungsweise die soziale Herkunft des Sprechers/Schreibers schließen.
Mitunter geben sie überdies Rückschlüsse auf sein Alter. Einige stilistische Synonyme haben heutzutage eine rein sprachhistorische Relevanz, sie sind aus dem modernen Sprachgebrauch verschwunden. Andere konnten sich wiederum bis zur heutigen Zeit halten, werden vielfach aber nur für den formellen Briefwechsel (bei Behörden etc.) benötigt. Beispiele für stilistische Synonyme:
Den 'Onkel' nennt man heute nur noch sehr selten 'Oheim'.
Der 'Kronleuchter', sofern es ihn überhaupt noch gibt, wird kaum noch als 'Kandelaber' bezeichnet.
Solche Synonyme gelten heute als veraltet, der Leser findet sie aber teilweise in lyrischen Werken wieder.

Man kann sich 'einer Untersuchung unterziehen' oder sich einfach 'untersuchen lassen'. Für eine Besprechung wird 'ein Termin anberaumt' anstatt sich einfach nur 'zu verabreden'. Diese Form der Synonyme wird noch heute aktiv verwendet, sie ist für Dokumente und den formalen Schriftverkehr von Bedeutung.

Synonyme aus Fachsprachen:

Zum formellen Kontext zählen zudem die fachsprachlichen Synonyme. Sie finden sich in den Wissenschaften, der Medizin sowie der Lehre wieder.
Beispiele für fachsprachliche Synonyme:
'Kardiologie' anstelle von 'Herzheilkunde',
'Aorta' anstelle von 'Hauptschlagader',
'Linguistik' anstelle von 'Sprachwissenschaften'.

Zeichen als Synonyme:

Neben Wörtern finden auch Symbole, Kürzel oder Zahlen Verwendung als Synonyme.
Beispiel für eine Zahl als Synonym:
Die altrömische Schreibweise 'XX' anstelle der modernen Zahl '20' oder '24/7', ein Begriff aus der modernen Jugendsprache, der sinngemäß 'rund um die Uhr', 'pausenlos' oder 'den ganzen Tag lang' bedeutet.

Manchmal ersetzt auch lediglich ein Zeichen das ausgeschriebene Synonym. Beispiel für ein Zeichen als Synonym: '&' anstelle von 'und'

'Falsche Freunde' beim Erlernen von Fremdsprachen:
Im Fremdsprachen-, primär im Englischunterricht, werden die Schüler mit augenscheinlichen Synonymen vertraut gemacht. Daraus entstand die Umschreibung 'falsche Freude'. Sie sind keine Synonyme im eigentlichen Sinne, denn ihre Wortbedeutungen unterscheiden sich voneinander. Nur in der Schreibweise scheinen sie miteinander synonym zu sein.
Beispiele für falsche Freunde aus dem Englischen:
'brave' bedeutet 'tapfer' und nicht 'brav',
während 'actual' nicht 'aktuell', sondern 'eigentlich' heißt.
Falsche Freunde gibt es auch im Französischen. 'La glace' bedeutet nicht 'Glas', sondern '(Speise-)Eis' und 'la praline' bezieht sich nicht auf Pralinen, sondern meint in der französischen Sprache eine gebrannte Mandel.

Idealerweise lernt man diese Wortpaare mit einer Tabelle auswendig. Alternativ kann man dafür genauso gut eine Liste oder eine Übersicht verwenden. Die Auswahl an Synonymen scheint ja manchmal endlos zu sein.

Schlusswort:
Für die verbale und schriftliche Sprache stellen Synonyme eine große Bereicherung dar, was unter Anderem den Einflüssen von Dialekten und anderen Sprachen verdankt werden kann. Ein geschriebener Fließtext lässt sich durch Synonyme lebendiger gestalten, dadurch gewinnt der Schreibstil an Qualität. Es gibt aber auch Gelegenheiten, bei denen die Verwendung von Synonymen nachteilig oder sogar unerwünscht ist. Die Regel gilt für den schriftlichen Sprachgebrauch. In Behördendokumenten, ärztlichen Befunden, Forschungsergebnissen oder Statistiken kommt es auf Präzision an.

Jeder Leser soll in der Lage sein, das Geschriebene auch ohne Fachkenntnisse zu verstehen. Für solche Texte benutzt der Verfasser einen Fachbegriff und wiederholt ihn im weiteren Verlauf immer wieder anstatt ihn durch ein Synonym zu ersetzen. In offiziellen Dokumenten sollte der Verfasser zudem auf regionale Synonyme verzichten, da sie den Leser irritieren könnten. Davon abgesehen gibt es keineswegs für jedes Wort aus der deutschen Sprache auch ein entsprechendes Synonym. In diesem Fall ist die Verwendung eines verwandten Begriffs nicht nur sinnlos, sondern gar nicht möglich.

Um gezielt nach Synonymen zu suchen, benutzen Sie die Suchmaske oben!



businessandmore.de
Dies & Das
Abkürzungen - wichtige u. oftgesuchte Abkürzungen
Universitäten - deutsche Fach - und Hochschulen
Vornamen - Herkunft und Bedeutung von Vornamen
Zitate - umfangreiche Zitatdatenbank, Sprüche, Reime,...
deutschsprachige Gedichte
Volksmärchen aus ganz Europa